Unsere Motivation

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Erzählen wir anderen von unseren Reiseplänen, so begegnen uns einige mit der Frage: „Und was ist mit dem Kind?“ Das lassen wir bei den Omas und Opas, haben zwei mega entspannte Jahre und nehmen unser Kind wieder in Empfang, wenn es die ersten Wörter spricht und laufen kann. Achja und stubenrein soll es dann bitte auch schon sein.

So ein Quatsch. Uns ist bewusst, dass sich unser Sohn nicht daran erinnern wird, das Meer das erste mal gesehen zu haben. Er wird sich nicht an den Schock erinnern können, wenn er das kalte Wasser an seinen Zehen spürt und auch nicht, wie spaßig es ist, mit seinen kleinen Beinen nach den Wellen zu treten, wenn wir ihn übers Wasser halten.

Aber woran er sich erinnert ist für uns nicht der springende Punkt. Für uns sind andere Dinge viel wichtiger: Wie sich die gemeinsame Zeit für uns als Familie auswirken wird. Was die menschlichen Begegnungen unserem Sohn lehren werden. Und in welcher positiven Art und Weise die Erfahrungen in Liams Herzen weiter leben, wenn schon nicht in seinen Erinnerungen.

Die Fähigkeiten, die er von Woche zu Woche erlernt. Kein Lächeln und kein neues Geräusch zu verpassen. Wenn er anfängt zu krabbeln und später tapsig zu laufen. Das ist es, worauf wir uns am meisten freuen. Eine spannende Zeit, die schnell vorbeigeht, aber die uns keiner nehmen kann! Sich als Eltern gegenseitig unterstützen zu können, da zu sein, wenn einer mal nicht weiter weiss. Einen offenen Umgang mit Menschen und anderen Kulturen zu pflegen. Offen für alles zu sein und dabei so viel zurück zu bekommen.

Wenn er später anderen Menschen zunächst mit einem Lächeln, anstatt mit Abstand begegnet. Oder abends darum bittet, ein bisschen länger wach bleiben zu dürfen, um mit uns die Sterne zu beobachten. Wir reisen mit Liam um sein Herz zu bilden, nicht seine Erinnerungen. DAS ist unsere Motivation.